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Der Colca-Canyon ist ein gewaltiger Canyon - tiefer als der Grand Canyon in den USA - der Teil des Nationalparks Valle de Colca ist. Die meisten Touristen kommen wegen den Kondoren zum Colca Canyon. Vom Cruz del Condor aus hat man früh morgens bei gutem Wetter sehr hohe Chancen, den grössten Raubvogel der Erde (Flügelspannweiten von bis zu 3,2 m!) zu sehen. Doch der Canyon ist auch landschaftlich sehr reizvoll. Die Fahrt von Arequipa nach Chivay führt über den 4800 m hohen Pata-Pampa-Pass. Unterwegs kann man Lama-, Alpaca- und Vicuna-Herden sehen. Der Colca-Canyon ist eines der wichtigsten Agrar- und Landwirtschaftsgebiete Perus. Schon zu den Zeiten der Inkas wurde hier Obst und Gemüse in terrassierten Hängen angebaut. Wir hatten 2 Alternativen, um den Colca Canyon zu besuchen. Erstens eine 2-taegige Touristentour mit dem Minibus oder eine 3-taegige Trekking-Tour. Eigentlich reizte uns die Trekking-Tour mehr, doch das Problem war, dass man auf der ganzen Tour mit dem öffentlichen Bus unterwegs ist. Wir hätten am 1. Tag um 1 Uhr früh aufstehen müssen, am 2. Tag um 6 Uhr früh und am 3. Tag um 3 Uhr früh! So haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, die beiden Touren zu verbinden, welche folgendermassen aussah: Wir fuhren mit dem Touristen-Minibus bis zum Colca Canyon und trennten uns am nächsten Morgen am Cruz del Condor, wo ein einheimischer Führer aus der Region auf uns wartete, von der Gruppe und wanderten in den Canyon bis zur Oase Sangalle und am letzten Tag von der Oase Sangalle bis nach Cabanaconde, von wo aus wir mit dem öffentlichen Bus zurück nach Arequipa fuhren. Die erste Nacht verbrachten wir in der Tradicion Colca Lodge. Von dort aus machten wir am Nachmittag des ersten Tages einen schönen Spaziergang durch die Umgebung. Nachdem wir am nächsten Morgen Glück hatten und die Kondore kurz nach unserer Ankunft am Cruz del Condor auftauchten, waren wir froh, uns vom Rest der Gruppe und vorallem von unserem schleimigen Führer Mariano trennen zu können und mit Remigio, unserem humorvollen einheimischen Führer, alleine weiterzuziehen. Auf einem steilen Pfad wanderten wir in den Canyon und überquerten den Fluss. Es wurde heisser und heisser je tiefer wir kamen. Auf der anderen Seite des Flusses überraschte uns eine üppige Vegetation - Feigen, Äpfel, Aprikosen und vieles mehr wächst auf dem Grund des Canyons. Nachdem Remigio uns ein einfaches aber feines Mittagessen gekocht hat (wie hat er das nur alles in seinem kleinen Rucksack untergebracht?) wanderten wir weiter bis Sangalle, einer "Oase" mit Palmen und Swimming-Pools, wo wir in einfachsten Bungalows übernachteten. Um 3 Uhr früh am nächsten Morgen weckte uns Remigio und nach einer Tasse Mate de Coca nahmen wir den steilen Aufstieg nach Cabanaconde (3300 m) in Angriff- 2 1/2 Stunden später, verfroren und ausgehungert, freuten wir uns über das Frühstück im Hause Remigio's in Cabanaconde. Um 7 Uhr früh fuhr der öffentliche Bus von Cabanaconde aus zurück nach Arequipa, wo wir am frühen Nachmittag ankamen.
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